Archiv für den Monat: Februar 2015

Termin Sanitär & Heizungsbauer

Wir haben heute einen knapp fünfstündigen Termin mit unserem Sanitär & Heizungsbauer gehabt. Primär ging es um die Frage nach Heizungs- und KWL System sowie der Badplanung. Die persönliche Chemie stimmte auf jeden Fall.
Bezüglich Luft-Wasser Wärmepumpe war ich persönlich etwas ratlos, da Dinge wie Leistungszahlen und die daraus resultierende Jahresarbeitszahl nur sehr theoretische Werte sind. Es kommt hier auf die Größe des Hauses, Dämmung, Normaussenthemperatur und natürlich die fachliche Qualität des Einbaues an. Mir ist schlussendlich also wichtig, dass der Installateur sein System gut kennt und die Auslegung nicht zum ersten mal macht. Das zu verbauende System darf also kein Nischenprodukt sein. Sonst würde es mit der Wartung schwierig werden. Einen tollen Überblick über viele verbaute Systeme findet man übrigens hier.
Unser Installateur führt hauptsächlich Daikin & Rotex. Rotex wird von Daikin aber nur als Marke geführt, die Geräte sind nur umgelabelt und etwas teuerer, da der Name deutsche Wertarbeit vermittelt. Da auch der Service von Rotex & Daikin von denselben Leuten ausgeführt wird, sind wir schlußendlich der Empfehlung des Fachmanns gefolgt und haben uns für Daikin entschieden.
Das Aussengerät wird hinter der Garage frei stehend positioniert. Der längere Leitungsweg durch die Umplanung des Heizungsraums ist kein Problem, da die Leitungen den größten Teil innerhalb des Hauses laufen und der Verlust somit zumindest nicht aus dem Haus entweicht. Wir benötigen wahrscheinlich ein 11 Kw System, das gibt es nur mit doppelten Ventilatoren. Da die Dinger echt hässlich sind, hat das Gerät schon den Namen „Patty & Selma“ bekommen 😉
Bezüglich der KWL war für uns die entscheidende Frage: Zentral oder Dezentral

Dezentral:
Vorteile

  • kostengünstiger & einfacher Einbau
  • Keine Verrohrung notwendig

Nachteile

  • Wärmetauscher aufgrund der Größe ineffizienter als bei zentraler Lösung*
  • Einströmlöcher in jedem Zimmer
  • keine raumgenaue Lüftungssteuerung möglich
  • Schallschutzvorteil von Gasbeton wird durchbrochen

Zentral:
Vorteile

  • Nur ein Zuluft & Abluftasugang nach draussen
  • Genaue Regelung aller Räume möglich
  • zentrales Filterelement
  • Wärmetauscher effizienter*

Nachteile

  • Teuerer
  • Großer Platzbedarf durch 75er Lüftungsrohre
  • eventueller Wartungs/Reinigungsbedarf der Rohre
  • penibler Aufbau mit hoher Sachkenntniss notwendig

*Von der oft gepriesenen Kosteneinsparung durch den Wärmetausch sollte man sich im übrigen nicht blenden lassen, das wiegt die Kosten nicht auf. Gerade ein zentrales System ist in erster Linie ein Komfortgewinn, keine Kostenersparnis

Wer möchte, kann im übrigen noch ein Enthalpiegerät mit einplanen, dann wird im Winter die Raumluft auch nicht so trocken.

150301_KGAuch unser Installateur tendiert mittlerweile in Richtung Dezentral, allerdings hautpsächlich aufgrund des einfacheren Einbaues. Wir haben uns aufgrund unseres Bauchgefühls dennoch für ein zentrales System vom Marktführer Zehnder entschieden. Da wir schon sehr früh unser Gespräch mit dem Gewerk Sanitär & Heizung führen (die meisten machen das wohl nach Abschluss des Rohbaues), haben wir die Möglichkeit, die Räume auch optimal auf die zentrale KWL auszulegen. Der Heizungskeller rutscht jetzt auf die andere Seite des Hauses, alle Steigleitungen laufen direkt ohne störende Umwege bis ins Dachgeschoss.
Als nächstes wurden dann die beiden Bäder geplant und wir konnten uns für das Angebot schon mal Sanitärobjekte aussuchen. Die beiden Räume sind jetzt quasi schon komplett fertig, und dass bevor überhaupt der Bauantrag raus ist 😉
Jetzt warten wir auf die Angebote und darauf, dass wir beim Blick auf die Mehrkosten kurz ohnmächtig werden. Insgesamt sind wir aber froh, die zentralen Lüftungs- & Heizungsfragen geklärt zu haben.

Architektengespräch

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Wir waren schon gespannt auf das Architektengespräch und hatten uns auch noch Fragen zurechtgelegt.

Kaum waren wir da, stellte sich uns die Frage, ob wir hier richtig sind. Ein Wohnhaus?
Naja, wenn man kein ganzes Firmengebäude braucht und betreiben muss, müssen wir das vielleicht auch nicht finanzieren. Mal sehen.

Es gab gleich Kaffee/Tee und Kekse – sehr gut. 🙂

Dann kamen unsere Berater und schließlich auch die beiden Architekten.
Wir gingen die Pläne durch und der Architekt nahm unsere Änderungswünsche auf.
Z.B. den Wandvorsprung für den Kamin. Da haben wir ja auf Beratung gehofft, da wir uns mit der Größe der Küche, dem Platz für den Kamin und der Tür in Küche oder Wohnzimmer noch nicht im Klaren waren.
Der Architekt schien verwundert, dass wir etwas ändern wollten und sagte uns nur, dass wir uns entscheiden müssten, wie das Ganze aussehen soll. Er gab aber zu bedenken, dass der Schornstein nochmal 45cm benötigt.
Die Architektin war da schon kreativer: sie schlug vor, die Wand vom Wohnzimmer zum Großteil um die 45cm vorzuziehen, sodass das HiFi-Regal in einer Nische steht. Prima, das ist ein guter Kompromis!

Dann kam die Höhe des Hauses auf dem Grundstück. Dazu hatten wir uns noch keine Gedanken gemacht und ich hatte Schwierigkeiten, mir das vorzustellen.
Das Grundstück hat ja eine Hanglage (das bedeutet dann auch schonmal Mehrkosten): über die gesamte Länge ca. 3m Anstieg.
Würde man das Haus auf Straßenniveau bauen, würde man gegen einen Erdwall gucken, wenn man im EG aus dem Fenster schaut.
Unsere Nachbarn haben ihr Haus daher weit „hochgehoben“. So ist ihr Garten eben und vorne sind viele Stufen zum Eingang.

Ein paar Stufen zur Haustür wollten wir eh. Damit es nicht ganz so hoch kommt, liegt das EG jetzt 1m höher als die Straße und der Garten dann wieder 1m höher. D.h. dass wir unsere Terrasse ein bisschen eingraben. Das passt zu dem Wunsch, dort eine kleine Naturstein-Mauer zu setzen.

Auch bei diesem Punkt fand ich unseren Architekten wenig hilfreich. Er hat meist die Zahlen auf dem Plan vorgelesen, den Höhenunterschied beschrieben, uns gesagt, dass wir das entscheiden müssen, aber auf meinen zweimaligen Hinweis, dass ich es mir nicht gut vorstellen kann, ist er nicht weiter eingegangen. Eine Skizze von der Seitenansicht wäre vielleicht hilfreich gewesen. Naja, wir haben uns ja einigen können.

Die Lage unseres Hauses auf dem Grundstück

Die Lage unseres Hauses auf dem Grundstück

Dann ging es noch um die Garage. Diese verschieben wir auf Anraten an die Grundstücksgrenze und halten vom Baufenster 3m Abstand, damit wir noch die Möglichkeit haben, auf der anderen Seite vielleicht auch mal eine Garage oder so zu bauen.
Man darf auf der Grenze nämlich nur 15m bauen. Säße die Garage in der Ecke, wären schon 12m verbraucht. Das war wieder ein guter Hinweis vom Architekten,

Außerdem müssen wir uns in den nächsten 3 Wochen für eine KWL entscheiden. Nehmen wir eine zentrale, reicht die Größe des Heizungskellers vielleicht nicht aus. Zudem müssen die Rohre dann durchs Wohnzimmer gelegt werden. Wir besprechen das mal mit unserem Heizungs-Installateur am Samstag.

Weitere Infos waren:

  • ein Rollladen im OG muss ohne Elektrik bleiben, als Notausstieg – wir haben uns für das Bad entschieden.
  • das Außengerät der WP sollte nicht auf die Garage, weil der Wind es zu sehr kühlt – es kommt jetzt an die Garagenwand Richtung Haus.
  • ein Auszug des Daches über die Eingangstür ist teuer und vermutlich nicht so wirksam – Wir sollen mal mit dem Dachdecker über Möglichkeiten sprechen.
  • statt einer Zisterne empfahl man uns einen 2. Zähler für die Gartenbewässerung, denn das eigentlich Teure am Wasser ist das Abwasser
  • wir möchten keine Alufensterbänke, sondern eine Rollschicht aus Klinker (auch da wieder ein verständnisloser Blick des Architekten) – wir müssen bei der Auswahl darauf achten, dass der Klinker auch dafür geeignet ist.

Wieder einen Termin geschafft! Und wir haben einen schönen Ablaufplan für die nächsten Schritte bekommen. Der erste Spatenstich wird vermutlich im Mai gemacht. Den Einzug dieses Jahr werden wir wohl nicht schaffen. Schade, aber wir müssen ja auch nicht.

„Ziehen Sie eine Gemeinschaftskarte…“

monopoly
Heute hat auch noch unsere Ansprechpartnerin der Deutschen Bank angerufen.
Wir erinnern uns an die Software der Bank, die eine 0 vor dem Komma bei den KfW-Zinsen nicht zulässt…

Sie begann das Gespräch schon mit „Ich habe gute Nachrichten für Sie, aber schlechte für uns“

Unsere Konditionen, welche wir unterschrieben haben (2,02% auf 15 Jahre) wurden anscheinend falsch ins System übernommen (2,02% auf 20 Jahre).
Und das bekommt man da wohl nicht mehr raus 🙂

Das heißt unterm Strich, dass wir insgesamt Geld sparen und die Bank dabei wohl nix verdient.

Ich muss mal eine Liste anfangen mit Dingen, die gut gelaufen sind und Dingen, die schiefgingen. Bisher überwiegt ersteres. 😀

Notartermin: Grundschuld eintragen

Zweiter Anlauf!
Wir hatten den Termin ja eigentlich schon am 12.02…
Leider haben wir ihn beide total verschwitzt, sodass ich gerade Salat gemacht habe und Marco noch an der Arbeit war. Zumindest hat mich mein Tablet erinnert und ich konnte wenigstens absagen. *unangenehm*

Diesmal hat es (bis auf den üblichen Stau) gut geklappt. Leider war der Notar ziemlich krank, da tat es einem doppelt leid. Er hat aber leise sprechen können und es hat ja auch nicht lange gedauert.

Bin ich froh, dass ich nichts mit Juristen am Hut habe! Diese Ausdrucksweisen sind für uns Laien ja derart undurchsichtig…
Der Notar hat aber die einzelnen Klauseln gut erklärt.

Ganz wichtig: Seit ein paar Jahren gilt eine andere Verjährung der Löschungsbewilligung (§ 196 BGB). D.h. man beantragt und bekommt nach Ablösen seiner Schulden eine Löschungsbewilligung der Grundschuld im Grundbuch. Oftmals lässt man das liegen oder vergisst es komplett – dann ist es laut Gesetz nach 10 Jahren verjährt und man ist auf einen kooperativen Gläubiger angewiesen, damit dieser noch eine Bewilligung ausstellt.
Sein Tipp war also: gleich löschen lassen!

„Messmops“

Ein was???

Eigentlich ein Laser-Entfernungsmessgerät!
Unsere neuste Errungenschaft.

PLR25

Um auf der Baustelle nachmessen zu können, sicherlich ne gute Sache. Wir haben den Bausachverständigen mal drauf angesprochen. Er nannte das Gerät seinen „Messmops“ und hatte den Bosch PLR 25. Das war eine eindeutige Bestätigung, denn den hatten wir uns nämlich auch schon ausgeguckt.
Ich freu mich schon drauf, ihn zur Berechnung der nötigen Wandfarbe nutzen zu können 🙂

Bausachverständiger

Da wir von Hausbau soviel Ahnung haben, wie ein Blauwal vom Bauchtanz, haben wir uns schon früh überlegt, dass ein externer Bausachverständiger eine gute Idee wäre.

Von dem Viebrock-Paar, dass in unserem Wohngebiet gebaut hat, haben wir eine Empfehlung bekommen und den Bausachverständigen in Bochum kontaktiert.

Er hat uns ein Pauschal-Angebot zukommen lassen über 4 Kontrolltermine.
Da wir aber nicht einfach nur beauftragen, sondern denjenigen auch mal kennenlernen wollten, haben wir einen Termin ausgemacht. Das hat zwar ne Weile gedauert, aber ich denke, alle in der Baubranche haben derzeit volle Auftragsbücher.

Unser Bausachverständige war also heute bei uns. Junger, netter Typ.
Er hat uns erklärt, wie er solche Termine handhabt, wie seine Protokolle aussehen und hat Beispiele genannt.
Außerdem hatte er noch wertvolle Tipps für unser Architektengespräch, worauf wir während des Baus so achten sollen und dass wir eigentlich keine richtige „Bauherren“ sind. Rechtlich haben wir gegenüber dem Bauunternehmen nämlich nichts zu melden. Die bekommen zwar unser Geld, werden aber vom Bauträger beauftragt. Gut zu wissen.

Die definitiven Kontrolltermine des Bausachverständigen sind:

  • vor dem Betonieren der Keller-Bodenplatte
  • nach der Schwarzabdichtung des Kellers
  • nach der Dacheindeckung
  • vor Innenputz-Auftrag oder spätestens vor Aufbringung des Estrich